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Kreditkartenanbieter

Wissenswertes zu Kreditkarten

Was ist eigentlich eine Kreditkarte?

Eine Kreditkarte ist ein bargeldloses Zahlungsmittel zur Rechnungsbegleichung von Waren oder auch Dienstleistungen. Sie kann weltweit genutzt werden, sowohl im Geschäfts- wie auch Privatbereich, d.h. der Besitzer einer Kreditkarte kann in Geschäften, Restaurants und auch in Online-Shops einkaufen, ohne seinen Bargeldbestand anzugreifen. Der Name Kreditkarte beruht auf der Tatsache, dass dem Inhaber einer solchen Karte, wenn auch nur bis zur Begleichung der monatlichen Abrechnung, Kredit zur Verfügung stellen.

Die vier bekanntesten Kreditkarten sind:
Mastercard (früher Eurocard), Visacard, Diners Club, America Express

MasterCard und Visa sind mit jeweils ca. 400.000 Akzeptanzstellen (hier werden diese Karten als Zahlungsmittel anerkannt) und ca. 50.000 Bargeldautomaten in Deutschland bzw. weltweit bei 23 Mio. Akzeptanzstellen und 800.000 Bankautomaten (ATM) die am stärksten genutzten. Diese beiden werden in den meisten Fällen von Banken in Zusammenarbeit mit den Kreditkarteninstituten ausgegeben. Sie gelten als klassische Kreditkarten. Über die mit dieser Kartenart bezahlten Waren oder Dienstleistungen erhält der Inhaber eine monatliche Abrechnung. Diners Club und American Express hingegen bekommt man ausschließlich über die jeweilige Kartengesellschaft. Diese beiden Kreditkarten sind vor allem im außereuropäischen Bereich weit verbreitet, allerdings erfahren sie in den letzten Jahren auch in Europa zunehmende Akzeptanz.

Sinnvoll ist es, sich über die verschiedenen Kartenarten zu informieren. Neben den echten Kreditkarten gibt es noch:
Chargekarten, Daily-Chargekarten, Scheckkarten bzw. Debitkarten, Prepaidkarten

Chargekarten:
Bei der Chargekarte erhält der Karteninhaber monatlich eine Rechnung. Die Besonderheit ist hierbei, dass diese entweder sofort oder innerhalb einer Frist von bis zu 30 Tagen zu begleichen ist. Der Kunde verfügt also für den Zeitraum zwischen der Bezahlung per Karte und der Begleichung der Rechnung über einen zinslosen Kredit mit extrem kurzer Laufzeit.

Daily-Chargekarten:
Bei der Daily-Chargekarte erfolgt die Abrechnung über ein Kartenkonto. Zusätzlich wird dem Inhaber ein monatlicher Kreditrahmen eingeräumt. Solange man über ein Guthaben verfügt, werden die Umsätze dem Kartenkonto sofort belastet. Ist das Guthaben verbraucht, kann zusätzlich der gewährte Kreditrahmen genutzt werden. Nach der Monatsabrechnung werden alle Soll-Beträge sofort vom Konto des Karteninhabers (meistens ein Girokonto) durch das Lastschriftverfahren eingezogen. Dadurch entstehen keine Zinsen, die den Karteninhaber belasten könnten.

Scheckkarten/Debitkarten:
Bei der Scheck-/Debitkarte erfolgt nach der Bezahlung mithilfe der Karte die sofortige Belastung des Inhaberkontos. In Deutschland ist die gängigste Debitkarte die EC-Karte. Diese Kartenart kann nicht überzogen werden, besitzt eigene Aktzeptanzzeichen und deshalb auch ein eigenes Netz von Akzeptanzstellen. Aus diesem Grund werden sie umgangssprachlich nicht als Kreditkarten angesehen.

Prepaidkarten:
Bei der Prepaid-Kreditkarte muss vor dem Bezahlen (ähnlich den Prepaid-Telefonkarten) zuerst ein Betrag auf die Karte eingezahlt werden, bevor der Inhaber sie als Zahlungsmittel benutzen kann. Diese Karten gewähren dem karteninhaber also keinen Kredit. Trotzdem werden sie zu den Kreditkarten gezählt, weil sie in den allermeisten Fällen überall dort akzeptiert werden, wo auch mit anderen Arten von Kreditkarten gezahlt werden kann.

Wie hoch sind die Gebühren?

Viele Kreditinstitute geben ihre Kreditkarten kostenlos an ihre Kunden weiter. Allerdings verlangen manche Institute einen bestimmten Umsatz auf der Kreditkarte, damit diese für den jeweiligen Inhaber kostenfrei bleibt. Andere verlangen eine festgelegte Jahresgebühr. Die Gebühren bzw. Transaktionskosten trägt übrigens nicht der Karteninhaber, sondern der Händler, bei dem die Kreditkarte zum Kauf von Waren oder Dienstleistungen verwendet wird. Ein neuer Trend ist der Erwerb von sogenannten Motivkarten, die dann einmalig zwischen 10 bis 15 Euro kosten. Neben privat genutzten Kreditkarten verfügen viele Konzerne heute über Firmen-kreditkarten mit gesondert ausgehandelten Konditionen.

Was enthält eine Kreditkarte an Daten?

Name des Karteninhabers:
er ist sichtbar auf der Vorderseite eingeprägt (zusätzlich auf dem Magnetstreifen gespeichert)
Kartennummer:
dies ist die eindeutige Identifikationsnummer mit üblicherweise 16 Ziffern(American Express: 15). Sie ist auf der Vorderseite der Karte sichtbar und zusätzlich elektronisch gespeichert
Verfallsdatum der Kreditkarte:
Monat und Jahr sind auf der Vorderseite sichtbar und zusätzlich auf dem Magnetstreifen gespeichert
CVC2 oder CVV2-Codenummer:
sie ist zwar sichtbar, aber nicht eingeprägt oder auf dem Magnetstreifen gespeichert
PIN-Nummer:
Es gibt Kreditkarten mit und ohne PIN. Kreditkarten mit PIN kann man nicht nur zur Bezahlung von Waren und Dienstleistungen verwenden, sondern auch Bargeld an Geldautomaten abheben. Die PIN ist nicht vom Magnetstreifen ablesbar, sondern wird bei jeder Zahlung online beim Kreditkartenherausgeber abgeglichen.
Eigenhändige Unterschrift:
Der Karteninhaber muss die Karte auf der Rückseite unterschreiben. Dies dient zur Identifikation, denn beim Einkauf mit einer Kreditkarte ist auf dem Kassenbeleg eine Unterschrift zu leisten. So hat die Kassenkraft die Möglichkeit des Vergleiches.

Was ist bei Verlust der Kreditkarte zu tun?

Wird die Kreditkarte gestohlen oder verloren, sollte der Kartininhaber sofort die Sperrung der Karte in die Wege leiten. Dafür stehen ihm in Deutschland folgende Nummern zur Verfügung:

• Zentraler Sperr-Ruf: 116 116 (alle sperrbaren Medien z. B. ec-/maestro-Karten und Kreditkarten)
• ec-Karten Notfallservice: 0 18 05 - 02 10 21
• EC-Card: 0 69 - 74 09 87
• Eurocard/Mastercard: 0 800 - 819 1040
• Visa Deutschland: 08 00 - 814 91 00
• American Express: 0 69 - 97 97 10 00
• Diners Club: 01 80 - 234 54 54

Vorteile einer Kreditkarte

In den letzten Jahrzehnten haben sich Kreditkarten zu einem der gängigsten Zahlungsmittel der Welt entwickelt, die in manchem Bereich das Bargeld verdrängt haben. Immerhin verfügen inzwischen über 1,5 Milliarden Menschen über eine solche Karte. Eine Kreditkarte passt in jeden Geldbeutel, ist leicht zu erwerben, sofern man über ein Girokonto mit regelmäßigem Zahlungseingang verfügt und lässt sich fast überall in der Welt nutzen. Der große Vorteil einer Kreditkarte liegt also darin, dass der Inhaber über Geld verfügt, selbst wenn er außer der Karte keinerlei Bargeld bei sich hat. Außerdem kann der Karteninhaber mit seiner Karte bezahlen nicht nur bezahlen, sondern bei Bankautomaten auch Geld abheben, wenn er über eine PIN-Nummer verfügt. Dadurch ist eine große Flexibilität gegeben.

Nachteile einer Kreditkarte

Der große Nachteil von Kreditkarten liegt sicherlich darin, dass die Sicherheitsvorkehrungen gerade bei bei Online-Geschäften und an Bankautomaten noch nicht gänzlich ausgereift sind. Um Online-Geschäfte zu tätigen bzw. an Automaten Bargeld abzuheben, muss der Karteninhaber einen Teil der auf der Karte enthaltenen Daten bzw. seine PIN-Nummer preisgeben, was noch immer ein gewisses Risiko birgt. Auch der Verlust der Karte durch Diebstahl kann zu Problemen führen. Nur, wenn der Karteninhaber die Karte sofort sperren lässt, ist gewährleistet, dass diese nicht von Dritten verwendet werden kann.

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