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Investmentfonds

Wissenswertes zu Investmentfonds

Definition:

Unter dem Begriff Investmentfonds (kurz Fonds) ist eine Wertpapierart, bei der die Gelder von zahlreichen Sparern gesammelt werden, um (als Fondsvermögen bezeichnet) gemeinsam für sie investiert und verwaltet zu werden, zu verstehen. Investmentfonds werden in der Regel von Investmentfondsgesellschaften herausgegeben und Anteile an Investoren verkauft. Über ihre Beteiligung an Fonds investieren die Anleger je nach Fondsklasse in verschiedenen Wertpapierarten.

Die Voraussetzung, in Investmentfonds investieren zu können, ist ein Wertpapierdepot bei der Fondsgesellschaft oder bei einer Bank zu haben: die Eröffnung eines Wertpapierdepots ist für den Anleger bei jeder Bank seiner Wahl problemlos möglich und der Eröffnung eines Girokontos ähnlich. Der Investor muss auch ein Girokonto haben, denn für den Kauf von Fondsanteilen wird das Geld vom Girokonto entnommen. Auf das Girokonto werden das Geld vom Verkauf von Fondsanteilen sowie die Gewinnbeteiligungen, die die Fondsgesellschaften ausschütten, gutgeschrieben.

Seine Order zum Kauf oder Verkauf von Fondsanteilen muss der Investor seiner Bank (z. B. telefonisch oder online, wenn er an Onlinebanking teilnimmt) erteilen.

Kosten:

Die Geldanlage in Fonds kann völlig kostenfrei oder sehr kostenintensiv sein. Zum ersten sind die Kosten von der jeweiligen Fondsklasse und ferner davon abhängig, bei welchem Institut das Depot geführt wird. Die möglichen Kosten sind:

- Depotführungsgebühr
- Fondsverwaltungsgebühr (je nach Fonds bzw. Fondsgesellschaft bis über 6%)
- Agio, bzw. Aufschlag beim Erwerb von Fondsanteilen (bis über 5%)
- Aufschlag bei der Veräußerung von Fondsanteilen (selten)

Investmentfonds – welche Gewinne sind möglich?

Der Investor in einem Fonds kann folgende zwei Arten Gewinne erwirtschaften:

- Kursgewinne: durch steigende Kurse der Fondsanteile
- Gewinnbeteiligung: durch regelmäßige Ausschüttungen, die generell einmal jährlich, bei bestimmten Fondsklassen auch einmal pro Quartal geleistet werden

Thesaurierende und ausschüttende Investmentfonds

Die von der Fondsgesellschaft erwirtschafteten Gewinne werden an die Anteilsinhaber in zwei Formen verteilt: thesauriert oder ausgeschüttet. Bei der Thesaurierung wird der Gewinn durch Wertsteigerung der Anteile realisiert. Dagegen wird die Ausschüttung an die Anteilsinhaber entweder bar pro Anteil gutgeschrieben oder in neuen Anteilen wiederangelegt. Dabei kann das Wiederanlegen in neuen Anteilen je nach Bank mit oder ohne Ausgabeaufschlag erfolgen.

Vorteile und Nachteile

Das Fondsvermögen wird von erfahrenen Fondamanagern verwaltet. Das bedeutet, dass sie je nach Entwicklung des Finanzmarktes Entscheidungen treffen, wie sie am erträglichsten die Gelder der Sparer anlegen. Somit hat die Investition in Fondsanteilen für die Anleger den Vorteil, dass sie über nur einen Wertpapiertitel in mehreren anderen Wertpapieren investiert sind, ohne sich dabei darum kümmern zu müssen, wie diese Papiere sich entwickeln.

Nachteile der Investition in Fonds sind die relativ hohen Verwaltungsgebühren, die manche Fondsgesellschaften für das Managen des Fondsvermögens verlangen. Ferner haben die Anleger keinen Einfluss darauf, wie ihre Gelder angelegt werden.

Anlageformen

In Fonds investieren kann der Anleger sowohl über Einmalanlegen als auch über Sparpläne, indem er in der In Fonds investieren kann der Anleger sowohl über Einmalanlegen als auch über Sparpläne, indem er in der Regel monatlich einen festen Betrag in Fondsanteile anlegt. Hierzu sind die fondsgebundenen Kapitallebensversicherungen, sowie das Ansparen in der Riesterrente in Fonds zu erwähnen.

Hat der Anleger über eine Einmalanlage Fonds zu niedrigen Kursen erworben, kann er sie nach einem starken Kursanstieg mit einem saftigen Gewinn veräußern. Die Investition in der Form von Sparplänen hat dagegen den Vorteil, dass die Kursschwankungen geglättet werden. Bei tiefen Kursen hat der Sparer keine Verluste, da er für denselben Monatsbetrag einfach mehrere Anteile erwirbt, deren Kurse dann steigen können.

Offene und Geschlossene Investmentfonds

Grundsätzlich ist zwischen den zwei großen Gruppen Fonds zu unterscheiden:

Die offenen Investmentfonds (auch Publikumsfonds genannt) haben die Merkmale:

- sie sind für das breite Anlegerpublikum bzw. für jeden Kleinanleger offen
- deren Anteile können jederzeit gekauft und auch verkauft werden
- Anteile können ohne jegliche Einschränkungen betreffs Anzahl Anteile oder Anlagebetrag gehandelt werden

Die geschlossenen Fonds haben als typische Merkmale:

- sie werden nicht als Investmentfonds von Fondsgesellschaften herausgegeben, sondern sind Unternehmen, die sich über den Fondsverkauf günstiges Kapital beschaffen
- die Gelder der Anleger bilden kein Fondsvermögen, viel mehr werden sie am Unternehmen unternehmerisch beteiligt, tragen somit gegebenenfalls Risiken und können eventuell mit Zusatzkosten rechnen
- Anteile werden nur innerhalb einer vorweg festgesetzten Zeitspanne (Zeichnungsfrist) verkauft, danach wird der jeweilige Fonds geschlossen
- es ist meist eine relativ hohe Beteiligung erforderlich, z. B. ab 5000€
- es ist ein relativ hohes Agio zu leisten, z. B. 5%
- es ist eine relativ hohe Rendite durch regelmäßige Gewinnbeteiligungen erzielbar
- die Anteile sollten eine relativ lange Zeit (Laufzeit des Fonds) gehalten werden, bevor sie zurückgegeben werden können, mittlerweile können die Anteile über den so genannten Zweitmarkt zurückgegeben werden

Offene Investmentfonds – Klassen

Je nach dem, wie das Fondsvermögen angelegt wird, gehören zur großen Gruppe der offenen Investmentfonds zahlreiche unterschiedliche Fondsklassen. Hierzu sind wie folgt die klassisch gewordenen Fondstypen zu erwähnen:

- Aktienfonds: das Fondsvermögen wird größtenteils in Aktien angelegt, somit schwankt der Kurs der Anteile mit den Aktienkursen mit, allerdings nicht so schnell, daher zum risikoarmen Spekulieren geeignet
- Rentenfonds: das Fondsvermögen wird größtenteils in festverzinslichen Papieren angelegt, somit sind sie Kursschwankungen geringer als z. B. bei Aktienfonds, daher zum langfristigen Vermögensaufbau geeignet
- Dachfonds: das Fondsvermögen wird in anderen Fonds (Unterfonds) angelegt, somit wird das Risiko optimal gestreut, daher zum konservativen Geldanlegen geeignet
- Mischfonds: das Fondsvermögen wird in Aktien, Renten und Immobilien angelegt, somit wird das Risiko gestreut, daher zum konservativen Geldanlegen geeignet
- Geldmarktfonds: das Fondsvermögen wird festverzinslichen Papieren mit kurzen Restlaufzeiten angelegt, somit sind Kursverluste fast ausgeschlossen, daher zum kurzzeitigen Geldparken geeignet

Neuere Typen offene Fonds sind wie folgt:

- Garantiefonds: mir sehr individuell gestalteten Arbeitsweisen und Garantien
- Cashfonds: für sehr kurzes und zugleich sehr sicheres Geldparken

Geschlossene Investmentfonds – Klassen

- Immobilienfonds – der Anleger wird an Immobilen beteiligt
- Schiffsfonds - der Anleger wird an Frachtschiffe beteiligt
- Containerfonds - der Anleger wird an Containerschiffe beteiligt
- Medienfonds - der Anleger wird an Medienprodukte (Filme, Fernsehfilme) beteiligt
- Private Equity - der Anleger wird an junge Unternehmen beteiligt
- Leasingfonds - der Anleger wird an geleasten Objekten beteiligt
- Solarfonds - der Anleger wird an Solaranlagen beteiligt

Neue zum Teil hochspekulative Typen Investmentfonds:

Hierzu sind zu erwähnen: Futuresfonds, Hedgefonds, Umbrellafonds, Treadingfonds.

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