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Kredite

Wissenswertes über Kredite:

Auf dem Kreditmarkt gibt es etliche Arten von Krediten, die es dem Verbraucher gestatten, Geld von der Bank zu bekommen:

- einen Verbraucherkredit bzw. Dispositionskredit z.B. für eine neue Waschmaschine oder einen Urlaub
- einen Autokredit für ein Neu- oder Gebrauchtfahrzeug
- einen Kredit ohne Schufa bei Bonitätsproblemen
- Kredite für den Erwerb von Immmobilien

Verbraucherkredit:

Der Verbraucherkredit ist ein Kleinkredit, den man bei seiner Hausbank oder im Internet beantragen kann. In aller Regel wird dieser Kredit auch bewilligt, da die Bank in der Gewährung ein minimales Risiko sieht und auf Sicherheiten weitestgehend verzichet.

Voraussetzung: Der Antragsteller/Kreditnehmer muss über ein ausreichendes monatliches Erwerbseinkommen verfügen. Dieses muss er durch Vorlage entsprechender Verdienstbescheinigungen belegen.

Folge bei Nichtzahlung der Raten: Die Bank kann im Wege der Gehaltspfändung nach vorherigem Erlass eines entsprechenden Beschlusses durch das Amtsgericht die fehlende Summe eintreiben.

Vertragsinhalte:
- Laufzeit des Kredites
- Höhe der Zinsen
- Tilgungsrate
- Gebühren für die Bereitstellung des Kredites

Ist seitens des Kreditnehmers beabsichtigt, den Kredit vorzeitig zu tilgen bzw. das Weihnachtsgeld für eine Sondertilgung einzusetzten, sollte das unbedingt bei Vertragsabschluss schriftlich festgehalten werden. Denn jede Änderung des Kreditvertrages kostet zusätzlich Gebühren. Auch eine evtl. Aufstockung des Kredites ist denkbar. Diese Möglichkeit sollte aber gut überlegt sein, will man doch nicht sein ganzes Leben damit verbringen, an Krediten zu zahlen.

Dispositionskredit:

Es gibt im Bereich der Kredite jedoch auch einen Kredit, den man gar nicht so richtig wahrnimmt, weil er fast schon zur Gewohnheit geworden ist: Der Dispositionskredit.

Dieser, im allgemeinen nur Dispo genannte Kredit wird denjenigen gewährt, die bei einer Bank ein Girokonto unterhalten. Er legt fest, in welcher Höhe das Girokonto überzogen werden kann. Sie richtet sich nach der Höhe des monatlichen Einkommens (z.B. Gehalt, Einnahmen aus Vermietung, etc.) und beträgt in der Regel das zwei- bis dreifache des Geldeinganges. Die Zinsen für diesen Dispo sind moderat. Wird der Dispo jedoch auch überzogen, fallen fast astronomische Zinsen an, die bis an die 20 % heranreichen.

Um einen kurzfristigen finanziellen Engpass zu bewältigen, ist ein Dispo die beste Lösung. Wird er aber ständig in Anspruch genommen sollte überlegt werden, eine Umschuldung vorzunehmen und einen Verbraucherkredit zu beantragen. Läuft der Kontoinhaber dann aber Gefahr, wiederum aufs Neue seinen Dispo über Gebühr in Anspruch zu nehmen, sollte dieser schnellstens reduziert oder gekündigt werden, um den Weg in die Schuldenfalle zu stoppen. Der Unterschied zum Verbraucherkredit liegt beim Dispo darin, dass dieser durch neue Geldeingänge reduziert und getilgt werden kann und somit keine Verpflichtung besteht, ihn in monatlichen Raten abzuzahlen.

Generell ist zu sagen, dass jeder bewilligte Kredit der Schufa gemeldet wird, die diesen vermerkt und erst drei Jahre nach Tilgung aus dem Verzeichnis streicht, vorausgesetzt er wurde ordnungsgemäß bedient. Falls nicht, ist die Bonität des Kunden dahin und er bekommt u.U. keinen Kredit mehr. Helfen können da nur Kredite von Schweizer Banken, die über das Internet beantragt werden und bei denen die Schufa keine Mitteilung über die Gewährung erhält.

Schweizer Kredite (Kredit ohne Schufa):

Voraussetzung: - deutsche Staatsangehörigkeit
- festes, seit mindestens einem Jahr andauernden Arbeitsverhältnis
- maximal 58 bzw. 55 Jahre

Der maximale Kreditbetrag liegt bei 3500 €; liegen die Voraussetzungen vor, kann der Ehepartner diese Summe ebenfalls für sich beantragen, sodass man sich für 7000 € z.B. schon ein neues Auto leisten kann.

Autokredit:

Wer jedoch die Bonität besitzt, dem wird der Autohändler für die Finanzierung seines Neu- oder Gebrauchtwagens auch einen Autokredit anbieten. Die großen Autohersteller bieten diese Finanzierung über eine konzerneigene Bank an. So übernimmt der Autoverkäufer dann auch die Rolle des Kreditberaters.

Ein Autokredit unterscheidet sich nicht wesentlich von einem Verbraucherkredit. Der Autokäufer muss aber wissen, dass er während der Laufzeit der Finanzierung die Rechte an seinem gekauften Fahrzeug an die Bank abtritt. So bekommt er bei der Fahrzeugübergabe den Fahrzeugschein nicht ausgehändigt; er wird der Bank übergeben, die durch den Besitz des Briefes zum vorübergehenden Eigentümer des Autos wird. Daher verzichtet sich auch auf weitere Sicherheiten gegenüber dem Kreditnehmer, der dennoch durch Gehaltsabrechnungen nachweisen muss, dass er die Raten für den Autokredit zahlen kann. Zahlt der die Raten nicht, kann die Bank das Auto dann im eigenen Namen verwerten.

Möglich Varianten einer Autofinanzierung:
- flexible Laufzeiten bis zu 72 Monaten
- als Anzahlung reicht das Altfahrzeug
- Vereinbarung einer Schlussrate
- Anschlussfinanzierung möglich

Selbst wenn die Autobank eine Finanzierung bis 72 Monaten anbietet, wird der Käufer gerade beim Kauf eines Gebrauchtwagens Gefahr laufen, dass der Wagen das Ende der Finanzierung nicht mehr erlebt und der Käufer einen Kredit bedienen muss, für den er gar keinen Gegenwert mehr erhält.

Daher sollten Laufzeiten ab 36 Monaten eher die Ausnahme bleiben. Die Vertragsgestaltung einer Autofinanzierung ist so unterschiedlich wie die Modelle selbst. Ob man eine Baranzahlung leistet oder den Altwagen dafür einsetzt, ist genauso möglich wie die Zahlung einer Schlussrate. Dadurch verringern sich die monatlichen Raten und der Kreditnehmer kann am Ende der Laufzeit entscheiden, ob er die Schlussrate zahlt: Kann er das nicht, hat er die Möglichkeit, die Finanzierung über einen Anschlusskredit weiter laufen zu lassen. Alternativ kann er das Fahrzeug dem Händler sogar wieder zurückgeben und sich ein aktuelles Modell aussuchen.

Finanziert der Kreditnehmer bei den beschriebenen Kreditarten Gebrauchsgegenstände mit nur einem begrenzten zeitlichen Wert, so haben immer mehr Menschen die Möglichkeit, von ihren Banken durch die Gewährung von Immobilienkrediten Eigentum an einer Wohnung oder einem Haus zu erwerben, was ein zusätzlicher Baustein für die Altersvorsorge darstellt.

Immobilienkredit:

Kredite für eine Immobilienfinanzierung sollten ganz auf die persönlichen und wirtschaftlichen Verhältnisse des Käufers abgestimmt sein. Das bezieht sich auf die Laufzeit, die in den meisten Fällen 30 Jahre beträgt sowie auf die Auswahl der einzelnen Finanzierungsbausteine. So kann die Bank dem Kreditnehmer zinsgünstige Darlehen staatlicher Banken anbieten oder sie vermittelt einen Zwischenkredit, bis der Käufer z.B. einen Sparvertrag ausgezahlt bekommt, den er dann für die Finanzierung einsetzt. Auch Kredite der Bausparkasse sollten nicht unberücksichtigt bleiben, werden doch bereits bei Abschluss eines Bausparvertrages günstige Zinssätze versprochen.

Wie bei jedem Kredit ist auch bei einer Immobilienfinanzierung oberstes Gebot: Raten immer pünktlich zahlen. Geschieht das nicht, können die Banken die Immobilie im Wege der Zwangsversteigerung veräußern und der Immobilienkäufer muss die Immobilie räumen und steht im schlimmsten Fall sogar noch mit Schulden da.

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